Die Vier-Säulen-Hydraulikpresse fördert mithilfe der Ölpumpe Hydrauliköl zum Ventilblock. Das Steuerungssystem regelt jedes Ventil so, dass Hochdruck-Hydrauliköl die oberen und unteren Kammern des Hydraulikzylinders erreicht und die Hydraulikpresse in Bewegung setzt. Eine Hydraulikpresse ist ein Gerät, das Flüssigkeit zur Druckübertragung nutzt.
Hydrauliköl ist für Viersäulen-Hydraulikpressen von entscheidender Bedeutung und eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung des Maschinenverschleißes. Die Wahl des richtigen Hydrauliköls steht in direktem Zusammenhang mit der Lebensdauer der Hydraulikmaschine.
Bei der Auswahl des Öls für eine Viersäulen-Hydraulikpresse muss zunächst die passende Viskosität bestimmt werden. Dabei sind die Konstruktionsmerkmale, die Betriebstemperatur und der Betriebsdruck des Hydrauliksystems zu berücksichtigen. Die Ölpumpe ist im Hydrauliksystem eine der empfindlichsten Komponenten gegenüber Änderungen der Hydraulikölviskosität. Verschiedene Pumpentypen weisen jeweils eine minimale und maximale zulässige Viskosität auf. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, sollte möglichst Öl mit niedriger Viskosität verwendet werden. Zur Schmierung wichtiger Komponenten und zur Vermeidung von Leckagen ist jedoch Hydrauliköl mit der geeigneten Viskosität erforderlich.
| Pumpentyp | Viskosität (40℃) Centistokes | Vielfalt | |
| 5-40℃ | 40-80℃ | ||
| Flügelzellenpumpe unter 7 MPa | 30-50 | 40-75 | HL |
| Flügelzellenpumpe 7 MPa über | 50-70 | 55-90 | HM |
| Schraubenpumpe | 30-50 | 40-80 | HL |
| Zahnradpumpe | 30-70 | 95-165 | HL oder HM |
| Radialkolbenpumpe | 30-50 | 65-240 | HL oder HM |
| Axialkolbenpumpe | 40 | 70-150 | HL oder HY |
1. Klassifizierung von Hydraulikölmodellen
Hydraulikölmodelle werden in drei nationale Standardkategorien eingeteilt: HL-Typ, HM-Typ und HG-Typ.
(1) Hydrauliköl vom Typ HL wird aus einem raffinierten, relativ hochviskosen Mittelbasisöl sowie Antioxidations- und Rostschutzadditiven hergestellt. Je nach Fließverhalten bei 40 °C wird die Viskosität in sechs Klassen eingeteilt: 15, 22, 32, 46, 68 und 100.
(2) Zu den HM-Typen gehören hochalkalische, alkalische zinkarme, neutrale zinkreiche und aschefreie Typen. Die Viskosität wird anhand des Fließverhaltens bei 40 °C in vier Klassen eingeteilt: 22, 32, 46 und 68.
(3) Der HG-Typ besitzt Rostschutz- und Oxidationsschutzeigenschaften. Zusätzlich wird ein Viskositätsindexverbesserer hinzugefügt, der gute Viskositäts-Temperatur-Eigenschaften aufweist.
2. Verwendung des Hydraulikölmodells
(1) HL-Hydrauliköl wird zur Schmierung von Lagergehäusen und Niederdruck-Umlaufsystemen verschiedener Werkzeugmaschinen eingesetzt, sofern keine besonderen Anforderungen an das Öl gestellt werden und die Umgebungstemperatur über null Grad Celsius liegt. Solche Produkte weisen im Allgemeinen eine sehr gute Dichtungsanpassungsfähigkeit auf, und die maximale Betriebstemperatur kann 80 Grad Celsius erreichen.
(2) HM-Hydrauliköl wird hauptsächlich in Hydrauliksystemen von Hochleistungs-, Mitteldruck- und Hochdruck-Flügelzellenpumpen, Kolbenpumpen und Zahnradpumpen eingesetzt. Darüber hinaus eignet sich dieses Hydrauliköl auch für Mitteldruck- und Hochdruck-Hydrauliksysteme in Baumaschinen und Fahrzeugen.
(3) HG-Hydrauliköl besitzt gute Rostschutz-, Oxidationsschutz-, Verschleißschutz- und Anti-Stick-Slip-Eigenschaften und eignet sich daher hauptsächlich für Schmiersysteme, die Werkzeugmaschinenhydraulik und Führungsschienen verwenden.
Die Betriebstemperaturen von Hydraulikölen unterschiedlicher Viskositätsklassen unter verschiedenen Anforderungen sind wie folgt.
| Viskositätsklasse (40℃) Centistokes | Die erforderliche Viskosität beim Anfahren beträgt 860 Centistokes. | Die erforderliche Viskosität beim Anfahren beträgt 110 Centistokes. | Die maximal erforderliche Viskosität im Betrieb beträgt 54 Centistokes. | Die maximal erforderliche Viskosität im Betrieb beträgt 13 Centistokes. |
| 32 | -12℃ | 6℃ | 27℃ | 62℃ |
| 46 | -6℃ | 12℃ | 34℃ | 71℃ |
| 68 | 0℃ | 19℃ | 42℃ | 81℃ |
Es gibt viele verschiedene Arten von Hydrauliköl auf dem Markt, und ebenso viele verschiedene Arten von Hydraulikmaschinen. Obwohl die Funktionen von Hydrauliköl im Grunde gleich sind, ist es dennoch notwendig, für verschiedene Hydraulikmaschinen unterschiedliche Hydrauliköle auszuwählen. Bei der Auswahl des Hydrauliköls sollte das Personal die Hauptanforderungen an die jeweilige Hydraulikmaschine kennen und dann das passende Öl auswählen.
Wie man das richtige Hydrauliköl für die Hydraulikpresse auswählt
Bei der Auswahl von Hydrauliköl werden häufig zwei Methoden angewendet. Die eine besteht darin, das Hydrauliköl anhand der vom Hersteller der Hydraulikpresse empfohlenen Öltypen und Spezifikationen (siehe Muster oder Anweisungen) auszuwählen. Die andere Methode berücksichtigt umfassend die spezifischen Bedingungen der Hydraulikmaschine, wie z. B. Betriebsdruck, Betriebstemperatur, Bewegungsgeschwindigkeit, Art der Hydraulikkomponenten und weitere Faktoren.
Bei der Auswahl sind folgende Hauptaufgaben zu beachten: Bestimmung des Viskositätsbereichs des Hydrauliköls, Auswahl der geeigneten Hydraulikölsorte und Berücksichtigung der besonderen Anforderungen des Hydrauliksystems.
Die Auswahl erfolgt üblicherweise nach folgenden Kriterien:
(1) Je nach Wahl der hydraulischen Pressenbearbeitungsmaschine
Präzisionsmaschinen und allgemeine Maschinen haben unterschiedliche Viskositätsanforderungen. Um Verformungen der Maschinenteile durch Temperaturanstieg und Beeinträchtigungen der Arbeitsgenauigkeit zu vermeiden, sollte bei Präzisionsmaschinen Hydrauliköl mit niedrigerer Viskosität verwendet werden.
(2) Wählen Sie die passende Hydraulikpumpe aus.
Die Hydraulikpumpe ist eine wichtige Komponente der Hydraulikpresse. In einer Hydraulikpresse sind ihre Fördergeschwindigkeit, ihr Druck und ihr Temperaturanstieg hoch, und ihre Betriebszeit ist lang, weshalb die Anforderungen an die Viskosität besonders hoch sind. Daher muss die Hydraulikpumpe bei der Wahl der Viskosität berücksichtigt werden.
(3) Wählen Sie entsprechend dem Arbeitsdruck der Hydraulikpresse.
Bei hohem Druck sollte Öl mit höherer Viskosität verwendet werden, um übermäßige Systemleckagen und geringe Effizienz zu vermeiden. Bei niedrigem Betriebsdruck ist Öl mit niedrigerer Viskosität vorteilhafter, da dies den Druckverlust reduziert.
(4) Berücksichtigen Sie die Umgebungstemperatur der Hydraulikpresse.
Die Viskosität von Mineralöl ändert sich stark in Abhängigkeit von der Temperatur. Um eine geeignete Viskosität bei der Betriebstemperatur zu gewährleisten, muss daher auch der Einfluss der Umgebungstemperatur berücksichtigt werden.
(5) Berücksichtigen Sie die Bewegungsgeschwindigkeit der Arbeitsteile der Hydraulikpresse.
Bei sehr hohen Bewegungsgeschwindigkeiten der Arbeitsteile im Hydrauliksystem ist die Öldurchflussrate ebenfalls niedrig, wodurch die hydraulischen Verluste unregelmäßig ansteigen und die Leckage relativ reduziert wird. Daher ist es besser, Öl mit niedrigerer Viskosität zu verwenden.
(6) Wählen Sie die geeignete Art von Hydrauliköl.
Die Wahl von Hydrauliköl von etablierten Herstellern kann reduzierenhydraulische PressmaschineAusfälle vermeiden und die Lebensdauer der Pressmaschine verlängern.
Veröffentlichungsdatum: 24. November 2023

