Ursachen für Ölleckagen an Hydraulikpressen

Ursachen für Ölleckagen an Hydraulikpressen

Hydraulische PresseÖlleckagen können viele Ursachen haben. Häufige Ursachen sind:

1. Alterung von Dichtungen

Die Dichtungen der Hydraulikpresse verschleißen oder werden mit zunehmender Betriebsdauer beschädigt, was zu Undichtigkeiten führen kann. Bei den Dichtungen kann es sich um O-Ringe, Öldichtungen oder Kolbendichtungen handeln.

2. Lose Ölleitungen

Wenn die Hydraulikpresse in Betrieb ist, können sich die Ölleitungen aufgrund von Vibrationen oder unsachgemäßer Bedienung lockern, was zu Ölaustritt führt.

3. Zu viel Öl

Wird der Hydraulikpresse zu viel Öl zugeführt, erhöht sich der Systemdruck, was zu Ölleckagen führt.

4. Ausfall von internen Teilen der Hydraulikpresse

Wenn Teile innerhalb der Hydraulikpresse ausfallen, wie z. B. Ventile oder Pumpen, führt dies zu einem Ölaustritt im System.

5. Mangelhafte Qualität der Pipelines

Hydraulikleitungen müssen aufgrund von Defekten häufig repariert werden. Die Qualität der neu installierten Leitungen ist jedoch oft mangelhaft, und ihre Druckfestigkeit ist relativ gering, was ihre Lebensdauer stark verkürzt. Die Hydraulikpresse verliert dann Öl.

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Bei starren Ölleitungen äußert sich mangelhafte Qualität hauptsächlich in einer ungleichmäßigen Wandstärke, wodurch die Tragfähigkeit der Leitung reduziert wird. Bei Schläuchen zeigt sich mangelhafte Qualität vor allem in der schlechten Gummiqualität, der unzureichenden Spannung der Stahldrahtlage, dem ungleichmäßigen Gewebe und der unzureichenden Belastbarkeit. Daher kann es unter dem starken Druck von Öl leicht zu Rohrleitungsschäden und Ölleckagen kommen.

6. Die Rohrleitungsinstallation entspricht nicht den Anforderungen.

1) Die Rohrleitung ist schlecht gebogen

Beim Zusammenbau der starren Rohrleitung muss diese entsprechend dem vorgegebenen Biegeradius gebogen werden. Andernfalls entstehen unterschiedliche innere Biegespannungen in der Rohrleitung, und unter Öldruck kann es zu Ölleckagen kommen.

Ist der Biegeradius des starren Rohrs zu klein, dünnt sich die Außenwand allmählich aus, und es bilden sich Falten an der Innenwand. Dies führt zu inneren Spannungen im Biegebereich und schwächt die Festigkeit des Rohrs. Bei starken Vibrationen oder äußerem Hochdruckeinfluss entstehen Querrisse, und Öl tritt aus. Auch bei der Schlauchinstallation kann ein nicht korrekter Biegeradius oder ein Verdrehen des Schlauchs zu Schlauchbruch und Ölaustritt führen.

2) Die Installation und Befestigung der Rohrleitung entspricht nicht den Anforderungen.

Die häufigsten Fehler bei der Installation und Befestigung sind folgende:

① Bei der Installation von Ölleitungen verlegen viele Techniker diese ohne Rücksicht auf Länge, Winkel und Gewinde mit Gewalt. Dies führt zu Verformungen der Leitung, Spannungen und Beschädigungen, wodurch ihre Festigkeit abnimmt. Wird beim Anziehen der Schrauben nicht auf die Drehung der Leitung geachtet, kann diese sich verdrehen oder mit anderen Teilen kollidieren, was Reibung erzeugt und die Lebensdauer der Leitung verkürzt.

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② Bei der Befestigung der Rohrleitungsschelle entstehen Reibung und Vibrationen zwischen Schelle und Rohrleitung, wenn diese zu locker sitzt. Ist sie hingegen zu fest angezogen, wird die Rohrleitungsoberfläche, insbesondere die von Aluminiumrohren, eingeklemmt oder verformt, was zu Beschädigungen und Leckagen führen kann.

③ Wenn beim Anziehen der Rohrleitungsverbindung das Drehmoment den vorgegebenen Wert überschreitet, bricht die Muffenmündung der Verbindung, das Gewinde wird herausgezogen oder löst sich, und es kommt zu einem Ölaustritt.

7. Beschädigung oder Alterung von Hydraulikleitungen

Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung sowie der Beobachtung und Analyse von Brüchen in starren Hydraulikleitungen habe ich festgestellt, dass die meisten Brüche durch Materialermüdung verursacht werden. Daher muss die Leitung einer wechselnden Belastung ausgesetzt sein. Im Betrieb des Hydrauliksystems steht die Hydraulikleitung unter hohem Druck. Durch den instabilen Druck entstehen wechselnde Spannungen, die in Kombination mit Vibrationen, Montagebelastungen und anderen Faktoren zu Spannungskonzentrationen in der starren Leitung, Ermüdungsbrüchen und Ölaustritt führen.

Bei Gummirohren kommt es durch hohe Temperaturen, hohen Druck sowie starke Biegungen und Verdrehungen zu Alterung, Aushärtung und Rissbildung, was schließlich zum Platzen des Ölrohrs und zum Austreten von Öl führt.

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Lösungen

Bei dem Problem der Ölleckage an der Hydraulikpresse muss zunächst die Ursache der Ölleckage ermittelt werden, und anschließend muss eine entsprechende Lösung für das jeweilige Problem gefunden werden.

(1) Die Dichtungen ersetzen

Sind die Dichtungen der Hydraulikpresse verschlissen oder beschädigt, müssen sie rechtzeitig ausgetauscht werden. Dadurch lässt sich das Problem des Ölaustritts wirksam beheben. Beim Austausch der Dichtungen sollten hochwertige Dichtungen verwendet werden, um eine langfristige Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

(2) Die Ölleitungen reparieren

Wenn die Ölleckage durch die Ölleitungen verursacht wird, müssen diese repariert werden. Achten Sie bei der Reparatur darauf, dass die Ölleitungen mit dem korrekten Drehmoment angezogen werden und verwenden Sie Schraubensicherungsmittel.

(3) Die Ölmenge reduzieren

Bei zu großer Ölmenge muss das überschüssige Öl abgelassen werden, um den Systemdruck zu senken. Andernfalls kann es zu Ölleckagen kommen. Beim Ablassen des überschüssigen Öls ist auf die fachgerechte Entsorgung des Altöls zu achten.

(4) Defekte Teile austauschen

Wenn bestimmte Teile der Hydraulikpresse ausfallen, müssen diese umgehend ausgetauscht werden. Dadurch lässt sich das Problem des Ölaustritts im System beheben. Beim Austausch von Teilen sollten Originalteile verwendet werden, um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.

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Veröffentlichungsdatum: 18. Juli 2024