Das Hydroforming-Verfahren findet breite Anwendung in der Automobil-, Luftfahrt-, Raumfahrt- und Rohrleitungsindustrie. Es eignet sich insbesondere für: die Formgebung von Hohlprofilen mit kreisförmigem, rechteckigem oder speziell geformtem Querschnitt entlang der Bauteilachse, wie z. B. speziell geformte Abgasrohre für Kraftfahrzeuge; Hohlrahmen mit nicht kreisförmigem Querschnitt, wie z. B. Motorhalterungen, Instrumententafelhalterungen und Karosserierahmen (ca. 11–15 % der Fahrzeugmasse); Hohlwellen und komplexe Rohrverbindungsstücke. Geeignete Werkstoffe für das Hydroforming-Verfahren sind unter anderem Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen und Nickellegierungen. Prinzipiell eignen sich alle Werkstoffe, die sich kalt umformen lassen, auch für das Hydroforming-Verfahren. Hauptanwendungsgebiete sind die Automobilzulieferindustrie, die Elektronikindustrie, die Elektrogeräteindustrie, Wärmebehandlungsanlagen, Fahrzeugteilehersteller, Getriebehersteller und Klimaanlagenhersteller.
Die Anlage eignet sich besonders für Biege-, Umform-, Bördel- und andere Bearbeitungsprozesse von zentral belasteten Teilen mit Stanzpuffer. Sie kann auch für Stanz- und Ausklinkarbeiten eingesetzt werden und ist daher die erste Wahl für die Schifffahrts-, Druckbehälter-, Chemie- und weitere Branchen.
Sie eignet sich für das Streckziehen, Drehen, Biegen und Stanzen von Blechteilen und kann je nach Bedarf des Anwenders auch für allgemeine Pressvorgänge eingesetzt werden, beispielsweise zur Erweiterung des Stanzpuffers, der Stanzvorrichtung, des mobilen Arbeitstisches und anderer Vorrichtungen. Neben dem Schmieden und Pressen kann die Drei-Balken-Vier-Säulen-Hydraulikpresse auch zum Richten, Pressen, Verpacken, Pressen von Blöcken und Platten usw. verwendet werden.
Sie kann auch zur Formgebung axialer Teile, zur Profilierung von Kalibrierungs-, Halte-, Montage- und Blechteilen, zum Stanzen, Biegen, Biegen, Formen, Strecken und Pressen von formbaren Werkstoffen wie Lochen, Biegen und Bördeln sowie für Dünnschicht-Streckarbeiten eingesetzt werden und eignet sich auch für Kalibrierungs-, Druck-, Kunststoff- und Pulverformungsvorgänge. Aufgrund ihres breiten Anwendungsspektrums wird sie auch als universelle Hydraulikpresse bezeichnet.
Im Vergleich zum herkömmlichen Stanzverfahren bietet das Hydroforming-Verfahren deutliche technische und wirtschaftliche Vorteile hinsichtlich Gewichtsreduzierung, Verringerung der Teile- und Werkzeuganzahl, Verbesserung der Steifigkeit und Festigkeit sowie Senkung der Produktionskosten. Es findet zunehmend Anwendung in der Industrie, insbesondere in der Automobilindustrie.
In der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie anderen Bereichen ist die Reduzierung der Strukturmasse zur Energieeinsparung im Betrieb ein langjähriges Ziel und zugleich ein Trend in der Entwicklung fortschrittlicher Fertigungstechnologien. Hydroforming ist eine fortschrittliche Fertigungstechnologie für Leichtbaukonstruktionen.
Hydroforming, auch bekannt als „Innenhochdruckumformung“, basiert auf dem Prinzip, ein Rohr als Rohling zu verwenden. In das Rohrinnere wird gleichzeitig eine Flüssigkeit unter extrem hohem Druck eingeleitet, wobei an beiden Enden des Rohlings axialer Schub ausgeübt wird. Durch die kombinierte Wirkung dieser beiden äußeren Kräfte wird das Rohrmaterial plastisch verformt und passt sich schließlich der Innenwand des Formhohlraums an. Die Form und Präzision der Hohlteile entsprechen den technischen Anforderungen.
Veröffentlichungsdatum: 14. März 2022